Benni und Valentin auf der Ohvale im Fahrerlager

Hinter den Kulissen

Unterwegs

So läuft ein Rennwochenende ab. Und das ist Hubert, unser Renntransporter.

Das Rennwochenende

Vom Klassenzimmer ins Fahrerlager.

Der ADAC Mini Bike Cup führt quer durch Deutschland. Zum Heimrennen in Bopfingen sind es 40 Minuten, nach Templin sieben Stunden. Der Ablauf ist fast immer derselbe.

Mittwoch

Gepackt und hergerichtet wird am Vortag. Mama kauft Essen, Getränke und die Brotzeit für die Fahrt ein.

Donnerstag

Nach der Schule geht es direkt los. Unterwegs werden Hausaufgaben gemacht, gelesen oder ein Film geschaut. Gegen 19 Uhr sind wir an der Strecke. Während die Kinder mit Rad und Roller durchs Fahrerlager ziehen, bauen wir auf: das Rennzelt mit den Logos unserer Partner, Werkzeug, Ersatzteile, alles penibel an seinem Platz. Auch wenn es um Kinder geht, wollen wir im Fahrerlager nicht nur professionell arbeiten, sondern auch so aussehen. Um neun wird es ruhig, denn Leistungssport heißt auch: früh ins Bett.

Freitag

Freies Training, den ganzen Tag. Strecke kennenlernen, Videos analysieren, Daten auslesen und mit Papa an Linien und Bremspunkten feilen, bis das nächste Zehntel gefunden ist. Abends die Abnahmen: Mama zeigt bei der Papierabnahme die Rennlizenz vor, Valentin und Papa bringen Motorrad und Helm zur technischen Abnahme.

Coach Nicky bespricht mit Valentin auf der Ohvale die nächste Session

Der Renntag

Samstag. Jetzt zählt’s.

Papa hält in der Startaufstellung den ADAC-Schirm über Valentin, vor ihm das Starterfeld

7:30 Uhr

Frühsport. Die Kinder joggen gemeinsam um die Strecke, dehnen sich und machen Liegestütze. Nicht nur das Motorrad muss auf Betriebstemperatur. Danach die Fahrerbesprechung mit allem, was man zur Strecke und zur Sicherheit wissen muss.

9:00 Uhr

Motoren an: freies Training, danach zwei Qualifyings. Zwischen den Turns bespricht Coach Nicky mit den Kindern, wo sie noch Zeit finden können.

Mittag

Motorenruhe. Mama kocht, Valentin spielt mit seinen Freunden.

14:00 Uhr

Erstes Rennen.

16:00 Uhr

Zweites Rennen. Danach stehen die Motorräder 45 Minuten im Parc fermé, falls es Einsprüche gibt. Für uns beginnt schon der Abbau.

18:30 Uhr

Siegerehrung. Danach geht es nach Hause. Bei Rennen in der Nähe sind wir am Abend daheim, von weiter entfernten Strecken wie Templin erst tief in der Nacht.

Sonntag

Hubert wird ausgeräumt. Und die Vorfreude auf das nächste Rennen beginnt.

Der Moment vor dem Start

Toni hält den Schirm.

In die Startaufstellung geht abwechselnd Mama oder Papa mit. Und inzwischen auch Toni, Valentins kleine Schwester: Sie hält den Schirm über ihren Bruder, gegen Sonne oder Regen. Valentin hat derweil sein eigenes Ritual: Er stellt sich vor, wie er als Erster über die Ziellinie fährt. Das hat ihm Papa einmal gezeigt, seitdem macht er es vor jedem Rennen. Dann geht die Ampel aus, und jeder Fahrer will als Erster in Kurve eins einbiegen.

Für uns Eltern ist das jedes Mal Wahnsinn, für Valentin offenbar nicht. Mit Druck und Trubel vor dem Rennen geht er erstaunlich entspannt um. Wir dagegen stehen mit Puls am Anschlag an der Strecke, haben ein bisschen Angst und wünschen uns nur eins: dass alles gut geht. Nach der Zielflagge fällt die Anspannung ab. Manchmal gibt es ein breites Lachen, manchmal auch ein paar Tränen. Beides gehört dazu.

Unvergessen

Der erste Sieg

Ein Regenrennen, Valentin war sechs Jahre alt. Er kam mit riesigem Vorsprung ins Ziel.

Der erste ADAC-Pokal

Der Einstieg in den ADAC Pocketbike Cup war schwer, am Anfang war Valentin überfordert. Nach viel Training und manchem Rückschlag kam das erste Podest, ausgerechnet an Mamas Geburtstag. Wir haben wild gefeiert.

Valentin und seine Mama strahlen nach dem ersten Podest im ADAC Pocketbike Cup

Unser Renntransporter

Das ist Hubert.

Unser Fiat Ducato Maxi, 6,30 Meter lang, von Papa selbst ausgebaut und so lange umgebaut, bis alles gepasst hat. Heute ist Hubert Werkstatt, Lager und Zuhause auf Rädern: In der Heckgarage stehen zwei Motorräder, dazu kommen zwei Stockbetten für uns vier, eine kleine Toilette, Stauraum für Ersatzteile, Kaffeemaschine, Campinggeschirr, Tisch und Stühle. Und hoffentlich bald ein paar Pokale mehr.

Ausbau von Hubert: Kathi bohrt, Valentin und Toni jubeln im leeren Laderaum

Rund 35.000 Kilometer im Jahr ist Hubert unterwegs, zu den Rennen in Deutschland und jeden Herbst nach Spanien. Wenn wir zu viert reisen, ist jeder Zentimeter verplant, und Packen wird zu Tetris für Fortgeschrittene. Sechs Meter dreißig, vier Betten, zwei Motorräder: Da rückt man automatisch zusammen. Irgendwann soll ein Wohnmobil Hubert ablösen, als Basis im Fahrerlager: Werkstatt, Küche und Unterkunft direkt an der Strecke.

Valentin macht im Stockbett von Hubert Hausaufgaben, hinter ihm die Motorräder in der Heckgarage
6,30 mLänge
35.000Kilometer im Jahr
2Motorräder in der Heckgarage
4Schlafplätze

Übrigens: 35.000 Kilometer im Jahr, bei jedem Rennen im Fahrerlager, und die Seitenflächen sind noch frei. Hubert sucht Partner, die mitfahren wollen, und für das künftige Wohnmobil gleich mit.

Partner werden →

Erlebe es live.

Komm zum nächsten Rennen an die Strecke oder folge Valentin auf Instagram. Und wenn du Hubert und das Team unterstützen willst: Werde Partner.

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