Valentin in Schräglage auf einer Rennstrecke in Spanien, im Hintergrund eine Palme

Oktober bis März

Spanien

Während in Deutschland Winterpause ist, geht Valentins Saison weiter.

Warum Spanien

Drei Gründe, im Winter wegzufahren.

Das Wetter

In Deutschland kann man auf kleinen Rennstrecken monatelang kaum sinnvoll trainieren. In Spanien geht das auch im Winter.

Das Niveau

Spanien hat eine eigene Nachwuchs-Motorsportkultur. Viele sehr schnelle Kinder fahren dort früh auf hohem Niveau, und genau an ihnen wächst Valentin.

Der Vorsprung

Während andere im Winter pausieren, sammelt Valentin Runden, Erfahrung und Rennpraxis für die nächste Saison.

Valentin mit Startnummer 20 im Zweikampf mit der 14, beide mit dem Knie am Boden

Die Vorbereitung

Alles doppelt.

Ein, zwei Wochen nach dem letzten Rennen im September wird der Ducato beladen: zwei Ohvale, eine Honda fürs Flat Track, Ersatzmotoren und Ersatzteile, alles doppelt. Was in Spanien fehlt, kauft man dort nicht mal eben nach. Dann geht es über 2.000 Kilometer nach Alicante, wo Hubert, unser Renntransporter, bis März am Flughafen wartet. Mit allen Rennen und Trainings, in Deutschland wie in Spanien, kommen so rund 35.000 Kilometer im Jahr zusammen.

4.000Kilometer mit dem Transporter, hin und zurück
6Monate, von Oktober bis März
25Fahrtage in Spanien
2:15Stunden Flug ab Memmingen

Ein Wochenende in Spanien

Donnerstag Schule, Freitag Rennstrecke.

Valentin jubelt vor dem Flugzeug, unterwegs zwischen Memmingen und Alicante

Donnerstag

Nach Schule und Hausaufgaben geht es zum Flughafen Memmingen. Zwei Stunden und fünfzehn Minuten später landen wir in Alicante. Shuttle zum Transporter, direkt an die Strecke, alles aufbauen. Während Papa die Motorräder vorbereitet und kocht, fährt Valentin mit seinen Freunden Roller.

Freitag

Der erste volle Fahrtag.

Samstag

Noch ein Tag auf der Strecke. Abends geht es in den Pool oder zum Essen ans Meer.

Sonntag

Fahren bis mittags, dann alles packen und sauber verstauen. Abends landen wir in Memmingen, am Montag ist wieder Schule.

Geschlafen wird im Transporter an der Strecke oder auf dem Campingplatz. Kein Luxus, aber die Sonne scheint.

Im Training

Was in Spanien trainiert wird.

Valentin und Coach Nicky machen Pause an der Streckenmauer, im Hintergrund die spanischen Berge

Technik vor Tempo

Im Training in Spanien geht es weniger um Rundenzeiten als um Technik: Pylonen, Achter, enge Kreise. Dazu Linien, Bremspunkte, Körperhaltung und Blickführung, also alles, was sicheres und schnelles Fahren ausmacht. Die Trainer stehen an der Strecke und geben Tipps und Hilfestellung. Oft ist auch Nicky mit in Spanien und dreht dort selbst seine Runden. In Deutschland betreut er Valentin als Coach bei den Cup-Rennen. Und dann ist da noch die Dynamik: Wenn viele schnelle Kinder auf der Strecke sind, zieht das jeden ein Stück mit.

Flat Track: Driften im Dreck

Auf der Schotterbahn rutscht das Motorrad bei niedrigem Tempo über beide Räder. Das schult das Gefühl fürs Motorrad wie kaum etwas anderes, bei geringem Verletzungsrisiko. Mit seinen Freunden trainiert Valentin hier auch, was im Rennen zählt: überholen, dagegenhalten, Zweikampf mit Körperkontakt. Und nebenbei macht es einen Riesenspaß, quer in die Kurve zu driften. Wer mit der Reiseenduro schon einmal auf Schotter unterwegs war, kennt das Gefühl, wenn das Hinterrad kommt. Beim Flat Track ist genau das gewollt.

Hier trainiert Valentin

Moto Race Academy

Training mit dem ehemaligen Profi-Rennfahrer Dario Giuseppetti.

Zur Webseite →

CASES Riders Academy

Techniktraining auf der Strecke Fortuna Motorsport in Murcia.

Zu Instagram →

BENEMI Motorsport

Motorsport-Basecamp in Murcia für Fahrer und Familien.

Zur Webseite →

Abseits der Strecke

Rivalen am Tag, Freunde am Abend.

Viele Fahrer aus dem ADAC Mini Bike Cup und anderen deutschen Nachwuchsserien trainieren ebenfalls in Spanien. Tagsüber wird auf der Strecke um jedes Zehntel gekämpft, abends wird gemeinsam gespielt und gegessen. Unter Palmen. Im Winter.

Valentin legt abends im Fahrerlager grinsend den Kopf schief, neben ihm seine Ohvale

Im März

Zurück nach Hause. Und weiter.

Für Papa geht es allein die 2.000 Kilometer zurück. Transporter und Motorräder werden gereinigt und technisch auf Stand gebracht. Zwei Wochen später beginnt in Deutschland schon das erste Training.

Der nächste Schritt: Ab 2028 startet Valentin zusätzlich in der spanischen Meisterschaft.

Aus Spanien

Live aus dem Wintertraining

Auf Instagram →

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